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Therapeutisches Klettern im Rahmen der Sprachtherapie

Was haben Karabinerhaken und Kletterschuhe in der Sprachtherapie zu suchen? Lesen Sie hier, wie das Therapeutische Klettern aufgrund der emotionalen und körperlichen Beteiligung die Sprachtherapie optimal unterstützen und beschleunigen kann.

 

Therapeutisches Klettern mit logopädischen Zielen

Was ist therapeutisches Klettern?

Beim  therapeutischen Klettern steht nicht der sportliche Leistungsanspruch im Vordergrund sondern die emotionale Beteiligung und das ganzkörperliche Erleben.
Verbunden mit kleinen motorischen Erfolgen fördert es deutlich das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung der Kinder/Jugendlichen und kommt ihrem Bewegungsdrang sehr entgegen.

Das therapeutische Klettern hilft bei verschiedenen Sprachstörungen

Diese positiven Effekte werden nun bei uns mit logopädischen Zielen verbunden. Kinder, die z.B. eine schlaffe Mundmuskulatur wie beim Lispeln oder frühkindlichen Schluckmuster zeigen, trainieren hier ihren Körpertonus und somit ihren Schultergürtel mit aufrechter Kopfhaltung und rückverlagerter Zunge. So kann das störungsfreie Sprechen und Schlucken geübt werden.

IMG 8219a 800Bei Problemen im sprachlichen Bereich wie Dysgrammatismus, nicht altersgerechte Erzählfähigkeit oder LRS wird die stark motivierende Situation beim therapeutischen Klettern genutzt, um z.B. mit Klettband befestigte logopädische Aufgabenkarten an der Kletterwand zu bearbeiten. Der Kletterweg mit seinen Griffen gibt gleichzeitig die Erzähl-, Laut- oder Satz-Struktur vor. In einer fortgeschrittenen logopädischen Therapie müssen evtl. „falsch“ montierte Erzähl- oder Satzteilkarten in der Reihenfolge eigenständig korrigiert  werden. Zusätzlich werden Aufgaben in einem logopädisch strukturierten Gespräch vor dem Klettergang geplant bzw. hinterher besprochen.

Das therapeutische Klettern fordert aufgrund des gegenseitigen Absicherns mit einem Seil soziale Kompetenz und Kommunikationsnotwendigkeiten. Aufgrund des hohen Anreizes „Ich will das schaffen!“ und der engen Zusammenarbeit mit der /dem Therapeutin/en oder evtl. mit einem zweiten Therapiekind wird beim Autismus und Mutismus die Kommunikation stark gefördert oder sogar ausgelöst. Eltern bestätigen diesen Effekt in ihrem Alltag mit ihrem Kind!

Allen Störungsbildern gemeinsam ist, dass die Kinder/Jugendlichen fast nebenbei ihre sprachlichen oder mundmotorischen Probleme bearbeiten können und deutlich an Selbstvertrauen gewinnen.

KletternWer führt die Therapie durch?

Meine rhemalige Mitarbeiterin Janine Kumbier (Dipl. Sprachtherapeutin, Klettertherapeutin) und ihr Kollege (Förderschullehrer, physiotherapeutisch geschult) führen diese Form der Therapie in enger inhaltlichen Abstimmung mit meiner Praxis durch.

Wie wird die Therapie finanziert?

Bei dieser Leistung handelt es sich nicht um eine Kassenleistung. Daher wenden Sie sich bitte telefonisch bei Interesse an mich.